Podcast | Mit der TCM entspannt durch die Wechseljahre – Interview mit Katharina Ziegelbauer

Bist du gerade in den Wechseljahren? Oder kündigen sich bereits die ersten Symptome bei dir an? Viele Frauen haben Angst vor den Wechseljahren. Angst vor Hitzewallungen, nächtlichem Schwitzen, schlaflosen Nächten, Panikattacken und unerwünschter Gewichtszunahme. All das muss aber eigentlich nicht sein! In der heutigen Podcastfolge habe ich meine liebe Freundin und TCM Kollegin Katharina Ziegelbauer zu einem Interview eingeladen. Wir sprechen heute über die Wechseljahre und wie du dich mit der TCM, den richtigen LEBENSmitteln, mit westlichen Kräutern und mit deiner Lebensführung gut auf die Zeit des zweiten Frühlings, wie die Wechseljahre in der TCM so schön genannt werden, vorbereiten kannst. Und auch, wenn du bereits die eine oder andere Beschwerde wahrnimmst, können dich die TCM Ernährung, Kräuter und kleine Veränderungen in deinem Leben sehr gut unterstützen.

 

Du wirst es gleich im Interview erleben: Katharina ist ein so positives Beispiel für uns Frauen, wie wir optimistisch und positiv auf die Wechseljahre zugehen können. Katharina hat auch ein wunderbares Buch* zu diesem Thema geschrieben, das ich dir von Herzen empfehlen möchte. 

 

Ich wünsch dir ganz viel Freude mit unserem Gespräch und vor allem wünsche ich dir, dass du leicht, entspannt und positiv durch die Zeit des Wechsels gehst. 

 

Im Interview mit Katharina erfährst du:

  • Alles über die Wechseljahre aus Sicht der TCM
  • Wie du dich auf die Zeit des zweiten Frühlings vorbereiten kannst
  • An welchen Anzeichen du erkennst, dass sich die Zeit des Wechsels ankündigt
  • Wie du positiv und entspannt in diesen neuen Lebensabschnitt startest
  • Wie dich die TCM Ernährung, Kräuter und deine Lebensführung bei Beschwerden unterstützen können

 

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Wann komme ich in den Wechsel?

Katharina hat ihr Buch “Mit Yin & Yang im Wechsel”* unter anderem für sich selbst geschrieben. Mit 47 Jahren war sie genau im richtigen Alter, um die Wechseljahre für sich zu entdecken. Schon in den beiden Jahren davor, hat sie gespürt, dass sich die Wechseljahre langsam ankündigen. So konnte sie Zwischenblutungen und unregelmäßige Zyklen immer häufiger bei sich beobachten. Mittlerweile ist sie 49. Ihr Zyklus ist noch unregelmäßiger geworden. Mal sind es 3 Wochen, mal sind es 5 Wochen. Bis auf ein Spannen in der Brust zeigen sich allerdings keine Symptome, was sie ganz klar auf die TCM Ernährung zurückführt. Katharina ist davon überzeugt, dass die Wechseljahre die besten unseres Lebens sein können. 

 

Wann wir damit rechnen können, in den Wechsel zu kommen, ist sehr unterschiedlich. Grundsätzlich kann man sich dabei an der Mutter orientieren. Auch der Zeitpunkt der ersten Periode – früher oder später – kann ein Anhaltspunkt für das Eintreten der Wechseljahre sein.

 

Im Durchschnitt fängt es mit Mitte 40 an. Unregelmäßigkeiten im Zyklus sind dafür ein erstes Anzeichen. Mit Anfang 50 versiegt dann für gewöhnlich die Blutung. Hatte man zwei Jahre lang keine Blutung, ist man im Wechsel. 

 

Symptome des Wechsels 

Rund ein Drittel aller Frauen leidet an unangenehmen Symptomen während der Wechseljahre. Dazu zählen Gelenksschmerzen, Depressionen, Hitzewallungen, Kopfschmerzen, Gewichtszunahme, Osteoporose oder Schlafstörungen. Doch das muss nicht sein! Die TCM weiß, womit diese Störungen zusammenhängen und mit welchen Lebensstiländerungen sie rasch gelindert werden können. In ihrem Buch “Mit Yin & Yang im Wechsel”* nutzt Katharina das alte Wissen der Traditionell Chinesischen Medizin und hat einen heilsamen Mix aus wirksamen Kochrezepten, Kräuterempfehlungen und gezielten Achtsamkeitsübungen zusammengestellt, um natürlich, gelassen und genussvoll durch die Wechseljahre zu kommen. 

 

Die Zeit des zweiten Frühlings

Die Zeit des Wechsels wird in der TCM auch als zweiter Frühling bezeichnet. Das klingt doch gleich viel positiver als Wechsel oder Menopause. Laut Definition ist man dann in der Menopause, wenn man etwa zwei Jahre lang keine Blutung mehr gehabt hat. Viele Frauen empfinden es als sehr positiv, endlich nicht mehr daran denken zu müssen, dass irgendwann die Blutung kommt. Auch in der Sexualität hat es den Vorteil, sich keine Gedanken mehr über eine mögliche Schwangerschaft machen zu müssen. 

 

In China wird der Wechsel als der Übergang von einer Lebensphase in eine andere Lebensphase gesehen. Nämlich von der fruchtbaren Phase, in die Phase, in der wir es nicht mehr sind. Das ist sehr weise von unserem Körper, weil er sich durch das Weglassen von Eisprung und Periode Energie spart, die er für etwas anderes aufwenden kann. Der 2. Frühling eignet sich daher ideal dafür, das zu tun, was dir wirklich Spaß macht und deine Energie für etwas zu nutzen, was du schon immer machen wolltest.

 

Das Leben wird immer besser, je älter ich werde. Mit Anfang 20 war ich bei weitem nicht so in mir ruhend, so zufrieden und gelassen. Ich konnte das Leben bei weitem nicht so genießen, wie heute, weil ich viel mehr Sorgen und Selbstzweifel hatte und mir meiner Selbst nicht sicher war. Ich wusste nicht, wer ich wirklich bin und was ich will. Der Vorteil vom Älter werden und damit auch von den Wechseljahren: Ich weiß besser, wer ich bin, was ich will und wie ich mir das auch hole. -Katharina Ziegelbauer-

 

Warum fürchten wir uns vor dem Wechsel?

Die Angst vor den Wechseljahren hängt bei vielen Frauen mit der Angst vor dem Älterwerden zusammen. Wir möchten das eigene Selbstbild so lange, wie möglich von uns aufrecht erhalten. Hinzu kommt die Angst vor den bereits erwähnten möglichen unangenehmen Begleiterscheinungen. Tatsächlich sind aber nur ein Drittel alles Frauen von schweren Nebenwirkungen betroffen. Ein Drittel klagt über mäßige Beschwerden und ein Drittel aller Frauen hat gar keine Symptome. Warum solltest du nicht erwarten, dass du genau zu dem Drittel aller Frauen gehörst, das gar keine Symptome aufweist?

 

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Wie du dich auf die Zeit des Wechsels vorbereitest

Ein erster Schritt, um entspannt in den Wechsel zu starten, ist es, dir bewusst zu machen, wie du jetzt über die Wechseljahre denkst. Wie denkst du über das Älter werden? Wie willst du gerne darüber denken? 

 

Ganz wichtig sind auch die Vorbilder, die jeder von uns hat. Es spielt eine große Rolle, wie wir die Wechseljahre anderer Frauen erlebt haben. Was hast du bei deiner Mutter oder Großmutter gesehen? Wenn wir miterleben, wie schlecht es anderen geht, haben wir oft Angst, dass uns das selbst auch passiert. In so einem Fall ist es sehr hilfreich, sich einmal umzusehen: Wo gibt es Frauen, die gar keine oder nur wenige Symptome haben? Frauen, die positiv und mit Leichtigkeit durch die Wechseljahre gehen? Orientiere dich an diesen Frauen und führe dir so vor Augen, dass es auch bei dir so sein kann. 

 

Mit der TCM in die Wechseljahre

Die TCM hat viele Tipps, wie wir möglichen Beschwerden vorbeugen können, aber sie kann auch bei akuten Problemen Linderung verschaffen und dabei unterstützen, das Wohlbefinden zu verbessern. 

 

Als Frau kannst du schon früh damit beginnen, für entspannte Wechseljahre vorzusorgen. Achte darauf, wie es dir mit deiner Menstruation geht. Neigst du schon in deinen 20ern oder 30ern dazu, Krämpfe zu haben, starke Unregelmäßigkeiten oder starke Blutungen, ist das schon ein Hinweis darauf, dass du möglicherweise auch im Wechsel Probleme bekommen wirst. Das gilt natürlich auch umgekehrt: Hast du eine beschwerdefreie Menstruation, wirst du, aller Voraussicht nach, auch im Wechsel keine Beschwerden haben.

 

So unterstützt dich die TCM in den Wechseljahren

Das Organ, das laut TCM stark mit unserer Menstruation verknüpft ist, ist die Leber. Beschwerden während der Menstruation oder des Wechsels gehören in der Traditionell Chinesischen Medizin zur Leber-Qi-Stagnation. Daher ist es wichtig, unsere Leber zu unterstützen und unser Leber Qi wieder zum Fließen zu bringen. 

 

Stärke deine Leber

LEBENSmittel, die deine Leber stärken, sind: 

  • Grünes Gemüse
  • Sprossen
  • Frische Kräuter
  • Iss mehr pflanzliche Kost und reduziere Fleisch 

 

Auch Stress, mangelnder Schlaf und der Umgang mit unseren Emotionen spielt eine große Rolle. Unsere Leber ist sehr anfällig für heruntergeschluckte Emotionen, Leistungsdruck, Zeitdruck und Stress. Indem wir schon früh damit beginnen, auf unsere Leber zu achten und darauf, dass unser Leber Qi gut fließen kann, sorgen wir für beschwerdefreie Wechseljahre vor. 

 

Neigst du zu Hitze?

Du kannst außerdem schon frühzeitig vorsorgen, indem du darauf achtest, ob du zu Hitze in deinem Körper neigst. 

 

Deine monatliche Blutung hat den tollen Effekt, dich abzukühlen und übermäßige Hitze aus deinem Körper auszuleiten. Wird die Periode dann seltener oder hört ganz auf, bleibt die Hitze im Körper und es kann zu Hitzewallungen und Nachtschweiß kommen. 

 

Wichtig zu wissen ist, dass dies nicht von heute auf morgen passiert. Hitze staut sich über Jahre in deinem Körper an. Ob du zu Hitze in deinem Körper neigst, kannst du an den folgenden Symptomen feststellen. 

 

Anzeichen für Hitze:

  • Dir wird leicht heiß
  • Entzündungen im Körper 
  • Rote Hautausschläge
  • Kopfschmerzen
  • Sodbrennen
  • Magenbeschwerden

 

Neigst du zu Hitze-Symptomen, reduziere folgende erhitzende LEBENSmittel oder lass sie ganz weg und ersetze sie durch neutrale oder kühlende Zutaten:

  • Scharfe Gewürze, wie Pfeffer, Chili, Zimt, Nelke, Muskat
  • Essig 
  • Kaffee im Übermaß
  • Kakao
  • Alkohol
  • Ingwertee, Yogi Tee, Frauenmanteltee
  • Zwiebel, Knoblauch, Schnittlauch, Lauch 
  • Shrimps, Lammfleisch

 

Negative Emotionen und Schlaflosigkeit 

Nicht nur die Ernährung kann Hitze in deinem Körper erzeugen, auch das Rauchen, Schlafmangel und negative Emotionen, wie Wut und Ärger, wirken erhitzend auf deinen Körper. Sorge immer wieder für bewusste Entspannung und gönne dir erholsame Pausen im Alltag.

 

Wenn du von Schlafproblemen betroffen bist, versuche nicht dagegen anzukämpfen. Nimm an, dass es jetzt so ist, wie es ist. Je mehr wir hadern und kämpfen, desto schlimmer wird es, denn das macht Druck und Druck erzeugt noch mehr Hitze.

 

Wenn es mit dem Schlaf mal wieder nicht klappt, nutze die Zeit, die du für dich selbst zur Verfügung hast. Mach Atemübungen, träum vor dich hin, schreib deine Gedanken und Wünsche nieder oder überlege dir positive Affirmationen für dein Leben. Oft reicht das schon und du kannst entspannt weiter schlummern. Denk immer wieder daran: Dein Körper holt sich genau den Schlaf, den er gerade braucht. 

 

Schenke dir selbst Aufmerksamkeit und nimm dich so an, wie du jetzt gerade bist. Ganz viele tolle Körperübungen zum Entspannen und Loslassen findest du auch im Buch “Mit Yin und Yang im Wechsel”*. 

 

Stärke deine Nieren

Die Niere ist in der TCM für den Prozess des Älterwerdens zuständig. Das Nieren-Yin und das Nieren-Yang sind die Wurzeln von allem Yin und Yang in unserem Körper. 

Viele typische Beschwerden, die wir kennen, werden in der TCM als Nieren-Yin- oder Nieren- Yang-Mangel eingeordnet. So werden Schwitzen und Osteoporose dem Nieren-Yin-Mangel zugeordnet, während Blasenschwäche oder Beckenbodenschwäche dem Nieren-Yang-Mangel zugeordnet werden. 

In diesem Blogartikel erfährst du, wie du deine Nieren-Energie gezielt stärken kannst. 

 

Unterstütze dein Milz-Qi

Wenn wir älter werden, und das beginnt in der TCM mit Mitte 30/40, ist es ganz normal, dass unsere Ressourcen Schritt für Schritt abnehmen. Auch unser Milz Qi, und damit unsere Verdauungskraft, nimmt ab. Wir sammeln leichter Feuchtigkeit in unserem Körper an, was als Ursache für das unerwünschte Zunehmen gilt. 

 

Umso wichtiger ist es dann, gezielt auf die Verdauung mit deiner Ernährung zu stärken, indem du schwer bekömmliche LEBENSmittel reduzierst, dir Zeit nimmst beim Essen, gut kaust, dich nicht überisst, nicht zu viel Süßes isst und weniger Rohes und Kaltes isst, um dein Verdauungsfeuer gut zu unterstützen. Setze vermehrt auf warme und gekochte Mahlzeiten und starte deinen Tag mit einem warmen Frühstück.

 

Bei viel Hitze im Körper kannst du den Anteil an Rohkost auch etwas erhöhen. Bittere Blattsalate wirken kühlend und können die Hitze in deinem Körper lindern. Bereite dir gerne einen kleinen grünen Salat zu deinem gekochten Mittagessen zu. 

 

Statt Haferflocken zum Frühstück greife lieber zu Reis, Reisflocken, Polenta, Hirse, Hirseflocken oder Dinkelflocken. Hafer ist das erhitzendste Getreide und kann bereits thermisch zu warm sein. 

 

Starte nochmal neu durch 

Egal was passiert, bleibt freundlich mit dir selbst und sei offen für den Wandel deines Körpers. Such dir so früh wie möglich positive Vorbilder, Frauen, die wunderbare durch ihrer Wechseljahre gekommen sind und denk immer wieder daran, dass das auch bei dir so leicht und positiv sein kann! Mach es wie die TCM: Sieh den Wechsel als deinen zweiten Frühling und starte nochmal neu durch. 

 

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Möchtest du noch mehr über die Wechseljahre aus Sicht der TCM erfahren?

Dann lege ich dir Katharinas Buch “Mit Yin und Yang im Wechsel”* wirklich sehr ans Herz. Darin nutzt Katharina das Wissen der Traditionell Chinesischen Medizin, um natürlich, gelassen und genussvoll durch die Wechseljahre zu kommen. Sie teilt erhältst jede Menge wirksame Kochrezepte, Kräuterempfehlungen und gezielte Achtsamkeitsübungen und gibt konkrete Empfehlungen aus der TCM für die typischen Wechseljahresbeschwerden. 

 

 

 

Mehr von TCM Ernährungsberaterin Katharina Ziegelbauer findest du hier:

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Katharinas Buch „Mit Yin & Yang im Wechsel„*

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