PODCAST | Post Pill Akne – Ein Interview mit Bianca Jantscher

Ich habe Bianca von @haut.gefluester zum Interview gebeten und möchte am Podcast und hier auch am Blog dieses motivierende, offenen, ehrliche und herzliche Gespräch mit dir teilen. Bianca hat die schlimmste Form von Akne bekommen, nachdem sie die Pille nach vielen Jahren Einnahme abgesetzt hat – die sogenannte Post-Pill-Akne. Diesem Thema, ihren persönlichen Leidensweg, und die Kraft, die sie aus ihrer Erkrankung und ihrem Weg für sich schöpfen konnte, widmet sie ihrem Instagram Account.

Mich fasziniert an Bianca ihr Umgang mit ihrem Schicksal. Wir alle haben unsere kleinen und großen Probleme und Problemchen, aber wir haben jeden Tag die Möglichkeit uns zu entscheiden, ob wir daran zerbrechen und aufgeben oder ob wir daran wachsen, sie in die Hand nehmen und unseren Weg finden. Bianca hat keinen leichten Weg, doch sie rüttelt uns auf und zeigt uns, wie wichtig es ist unser eigenes Wohl, unsere eigene Gesundheit in die Hand zu nehmen und dafür zu sorgen, dass es uns gut geht und Lösungen für unsere Probleme zu finden. Bianca ruft wieder in Erinnerung, wie wichtig es ist liebevoll mit unserem Körper umzugehen. Und darum ging es auch in unserem Gespräch. 

Schau unbedingt auch bei Bianca vorbei. Abonniere ihren Account und lass ihr ganz viele Herzen da: @haut.gefluester.

Liebe Bianca, vielen Dank für dieses bereichernde Gespräch!

 

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Viel Spaß mit meinen Podcast „High 5 für deine gesunde Ernährung“!
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Anna:

Ich möchte dich heute als Mutmacherin vorstellen, die anderen zeigt, ihren Weg zu gehen und den Weg als Ziel zu sehen. Bitte stell dich bitte kurz vor

Bianca:

Ich bin 26 Jahre alt, komme aus Graz und habe nach dem Absetzen der Pille die stärkste Form der Akne bekommen. Ich habe mich dazu entschieden mit dem Thema offen umzugehen und es öffentlich zu teilen. Ich habe einen Instagram-Account und teile dort meine Erfahrungen, meinen Weg und alle Dinge, die ich für mich ausprobiere. Im Zuge dessen bin ich auch auf die TCM gestoßen, mit der ich sehr gute Erfolge erzielen konnte. Ich mache all dies deshalb, weil ich anderen jungen Mädchen und Frauen den Mut geben möchte, sich nicht zu verstecken, egal in welcher Haut man steckt.

Anna:

Was ist genau Post-Pill-Akne? Wie kann man sich das vorstellen?

Bianca:

Drei Monate nach dem Absetzen der Pille habe ich bemerkt, dass sich mein Hautbild verändert. Es kann eine Nebenwirkung der Anti-Baby-Pille sein, dass sich das Hautbild verschlechtert. Bei mir war das der Fall! Zu Beginn wollte ich es noch nicht wirklich wahrhaben – ich habe versucht es zu vertuschen. Ich habe mir eingeredet, dass das alles nur eine Phase ist und schon wieder gut wird. Es wurde dann aber immer schlimmer und ich musste zum Dermatologen. Dort wurde mir dann auch gesagt, dass die Pille vermutlich der Grund dafür sei, dass ich nun an dieser stärksten Form der Akne leide.

 

 

Anna:

Es ist also bekannt, dass es so eine Form von Akne gibt. Mir war es nicht bekannt. Ich habe auch viele Jahre die Pille genommen, wie wahrscheinlich auch viele andere Frauen, die uns zuhören. Es gibt ja sehr viele Beschwerden und Krankheiten, die mit der Pillen-Einnahme einher gehen. Die Mädels und Frauen, die uns zuhören, müssen sie Angst nun haben bzw. sich sorgen? Wie gehst du mit solchen Fragen und Ängsten um und was rätst du anderen Frauen?

 

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Bianca:

Ich kenne natürlich viele Mädchen, die die Pille gerne absetzen möchten, aber Angst davor haben, dann so auszusehen wie ich. Aber ich rate ihnen, keine Angst zu haben. Das ist, meiner Meinung nach, das Wichtigste! Denn jeder sind anders und reagiert auch anders. Es spielt eine Rolle, welche Art der Pille das war oder wie lange man sie genommen hat, denn da fallen so viele Komponenten zusammen. 

Bei mir gab es einen Grund warum ich die Pille abgesetzt habe. Mir ging es psychisch nicht mehr so gut. Es hat jahrelang gedauert festzustellen, dass die Pille ein Grund dafür ist. Es gab so viele Nebenwirkungen, die ich während der Einnahme nicht als solche wahrgenommen habe, sondern erst nach dem Absetzen. Ich möchte aufzeigen, dass die Pille noch immer ein Medikament ist und man darauf achten sollte, ob es einen während der Einnahme gut geht oder ob sich etwas verändert. Das habe ich für mich leider zu spät bemerkt und so führt eines zum anderen.

Aber man braucht auf keinen Fall Angst zu haben, wenn man die Pille absetzen möchte. Ich muss auch sagen, dass bei mir die Pille zwar Schuld daran war, dass die stärkste Akne ausgebrochen ist, aber dennoch würde ich sie jederzeit wieder absetzen. Diese Entscheidung war die beste aller Zeiten, da ich jetzt wieder ich selbst bin.

Auch wenn es sich komisch anhören mag, so war ich während der Einnahme der Pille in einer Blase gefangen. Ich hatte extreme Stimmungsschwankungen, stand die ganze Zeit neben mir, konnte mit Kritik nicht umgehen und war jeden Tag in einer negativen Grundstimmung. Aber es gab keinen offensichtlichen Grund dafür. Und dieses Gefühl jetzt einfach frei zu sein, ist für mich, als hätte ich einen riesen Rucksack abgeworfen, der sehr schwer war. Daher würde ich jeder Frau empfehlen es auszuprobieren, wenn sie die Pille absetzen möchte, und keine Angst davor zu haben.

Anna:

Die eine Sache ist die Angst, die Pille abzusetzen. Das andere ist natürlich auch, dass vielleicht Mütter von Teenager-Mädels zuhören, die sich überlegen mit der Pille zu beginnen. Gibt es da auch einen Rat von dir? Du meintest, du würdest die Pille sofort wieder absetzen. Würdest du sie auch sofort wieder nehmen?

Bianca:

Darüber habe ich sehr viel nachgedacht. Ich habe auch noch eine 10 Jahre jüngere Schwester, die also jetzt 16 Jahre alt ist, und da kommt das Thema natürlich eines Tages auf. Für meine Schwester war es ganz klar. Sie hat gesehen, wie sich das Absetzen der Pille bei mir ausgewirkt hat, und somit möchte sie die Pille nicht. Da stellt sich dann aber wirklich die Frage, wie weit es möglich ist ohne künstliche Hormone, in diesem jungen Alter zu verhüten.

Ich würde sie daher vermutlich wieder nehmen, aber mir bewusst machen, dass es ein Medikament ist und es mögliche Nebenwirkungen gibt und diese nicht so unmöglich sind. Ich denke, das ist ein ganz wichtiges Thema. Es müsste sehr viel mehr aufgeklärt werden, was in meinem Fall komplett gefehlt hat. Alle meine Freundinnen haben die Pille genommen. Das war das normalste der Welt. Man hat am Abend einfach dieses harmlose kleine Ding geschluckt und sich keine großartigen Gedanken darüber gemacht. Da möchte ich aber wachrütteln! Es gibt Frauen, die kommen sehr gut damit klar. Und die Pille hilft auch bei manchen Problemen. Ich möchte die Pille daher nicht schlecht reden – sie hat natürlich ihre Daseinsberechtigung. Aber man sollte es immer mit dem Hintergedanken betrachten, dass die Pille noch immer ein Medikament ist.

Anna:

Und du bist jetzt auf diesen Weg, zu versuchen deine Haut wieder zu heilen. Wahrscheinlich nicht nur deine Haut, sondern alles was damit einhergeht. Auch psychische und seelische Auswirkungen. Du bist also jetzt auf diesem langen Weg, deiner Haut wieder Gutes zu tun und sie wieder zu heilen. So wie du es gesagt hast, ist es wichtig, die Medikamente aus der westlichen Medizin nicht zu verteufeln, sondern aufmerksam zu machen, damit man bewusster damit umgeht. Das betrifft auch viele andere Medikamente. Wir haben eine Beschwerde, nehmen eine Tablette, die Kopfschmerzen sind weg und fertig. Aber die Ursache ist somit gar nicht behoben. Wir wollen ja immer mit westlicher Medizin und mit den Dingen, die wir schlucken, schnelle Erfolge erzielen und schnell was wegmachen. Ich denke, das hättest du dir am Anfang auch gewünscht, dass deine Haut schnell so aussieht wie früher. Aber jetzt bist du schon auf einem langen Weg. Magst du davon erzählen? Viele Frauen haben viele Hautprobleme in der Pubertät. War das bei dir auch schon so als Jugendliche? 

 

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Bianca:

Ich habe viel darüber nachgedacht. Mit 15, als ich mit der Pille gestartet habe, hatte ich ein paar wenige Wimmerl, hauptsächlich am Rücken. Es war aber nicht Akne. Somit kann ich nicht sagen, ich habe es erwartet, weil ich davor schon Probleme hatte. Es waren Unreinheiten, die in der Pubertät normal sind. Ich habe nicht anders ausgesehen als meine Mitschülerinnen. Natürlich weiß ich, dass diese Pille, die ich verschrieben bekommen habe, die Haut sehr stark beeinflusst hat. Ich habe automatisch eine schöne, reine Haut bekommen. Von diesen Wimmerln auf meinem Rücken war keine Spur mehr, das hat sich durch die Pille verbessert.

Es gab mehrere Beschwerden, die ich jetzt erst, je mehr man sich damit beschäftigt, mit der Pille verbinde. Was ich verstärkt bemerkt habe ist, dass ich jahrelang mit Blasenentzündungen zu kämpfen hatte während der Pilleneinnahme. 

Die Pille hatte einen starken Einfluss auf die Haut. Ich hatte eine wunderbare Haut während der Pilleneinnahme und mir war natürlich bewusst, dass diese 10 Jahre Einnahme nicht spurlos an mir vorbei gehen wird. Ich habe in gewisser Weise mit Unreinheiten gerechnet, war darauf auch vorbereitet um das mit Hausmittelchen wieder in den Griff zu bekommen. Aber das war dann nicht der Fall, sodass ich beim Dermatologen gelandet bin, weil ich nicht mehr weiterwusste. Mein Gesicht war komplett verformt, es waren riesige Unterlagerungen. Da war nichts mehr zu überdecken oder verstecken. Es waren Unebenheiten, die man von der Entfernung gesehen hat. Das war dann der Punkt, an dem ich wirklich zum Dermatologen musste. Und somit hat die Patientenkarriere bei mir gestartet, weil ich nicht ernst genommen wurde. Ich wurde gefragt, ob ich eine Vermutung habe woher es kommt. Ich habe dann geäußert, dass ich die Pille abgesetzt habe. Man hat das so hingenommen und mit dem ersten Antibiotikum herumprobiert.

Natürlich hatte ich aber auch starke Schmerzen. Das vergisst man im Nachhinein oft. Es sieht nicht nur unschön aus, sondern tut auch extrem weh. Man kann sein Gesicht irgendwann nicht mehr berühren. Das Waschen wird zur Qual. Natürlich war der erste Weg dann zur Schulmedizin. Aber ich habe das falsche Antibiotikum verschrieben bekommen. Bin selbst darauf gekommen, dass ich auf einen Inhaltsstoff allergisch bin. Ich war somit ein Versuchskaninchen. Der Arzt wusste dann nicht weiter und ich kam zu einer höheren Stelle. Dort habe ich meine Vermutung mit der Pille wieder geäußert. Das wurde mir dann bestätigt, aber die Lösung war nur, dass ich eine andere Art der Pille nehmen sollte.

Als ich ihnen dann mitgeteilt habe, dass ich das nicht möchte, weil ich psychische Veränderungen an mir festgestellt hatte, wurde ich nur belächelt und es wurde mir gesagt, dass das nicht sein kann. Da muss man dann das erste Mal Stärke beweisen, und nicht wieder schwach werden und sich denken, dass die Ärzte es schon wissen werden. Im Endeffekt habe ich gespürt, dass ich nicht mehr ich selbst bin. Ich denke an diesem ganzen Weg bin ich dann gewachsen. Ich habe vermutlich angefangen, selbst Verantwortung zu übernehmen

Ich habe dann gegen die Schmerzen Kortison-Tabletten verschrieben bekommen. Insgesamt habe ich sehr viele unterschiedliche Arten von Antibiotika versucht. Das hat aber auch nichts gebracht. Es kam dann nur zu einer Verschiebung der Unterlagerungen an anderen Stellen. Die Schulmedizin war da mit ihrem Latein am Ende. Und ich irgendwie auch.

Ich wusste nur, dass es noch ein sehr starkes Akne-Medikament gibt, das aber natürlich auch mögliche Nebenwirkungen beinhaltet. Es gab keine Garantie wie lange ich das Medikament einnehmen würde müssen oder ob die Akne nach dem Absetzen wieder auftritt. Bei der Liste der Nebenwirkungen wie Organversagen bis hin zu Suizidgedanken, war für mich dann klar, dass ich dieses Medikament nicht ausprobieren möchte. So habe ich die Behandlung mit der Schulmedizin abgebrochen. Das alles wollte ich nicht für eine reine Haut riskieren

Ich habe mich dann selbst auf den Weg gemacht, wie ich mich unterstützen kann und was ich tun kann, weil die Schulmedizin für mich keine Alternative mehr war. Niemand dort hat nach der Ursache gesucht, aber diese wollte ich unbedingt finden. So habe ich versucht die Ernährung umzustellen. Das habe ich jetzt 4 Mal gemacht. Ich habe dabei einiges ausprobiert wie z.B. Goldene Milch, Selleriesaft. Ich habe das ganze Internet durchforstet und jeden Tipp angenommen und ausprobiert. Am Ende bin ich bei der TCM gelandet und das war das erste, was mir wirklich geholfen hat.

Anna:

Erzähl mal von deiner TCM-Karriere – das interessiert jetzt natürlich viele, weil sie sehr an der TCM interessiert sind. Was waren deine Anfänge bzw. was hast du verändert und wie hast du eine Verbesserung für dich feststellen können?

Bianca:

Ich hatte mit der TCM damals gar nichts am Hut. Ich hatte mich vorher auch nicht informiert. Ich bin einfach zum ersten Termin gegangen und habe mit Akupunktur und Fußreflexologie begonnen und habe dann auch die Ernährung umgestellt. In weiterer Folge habe chinesische Kräuter bekommen.

Man hat mir damals prophezeit, dass es mir in den ersten Tagen nach der ersten Akupunktur schlechter gehen könnte. Und das ist auch wirklich passiert. Ich habe die ganze Nacht geschwitzt. Mir war schlecht. Ich hatte negative Erscheinungen gehabt. Diese erste Sitzung hat mir dann also schon gezeigt, dass es kein Hokus-Pokus ist, sondern dass es wirklich etwas bewirkt. Deshalb bin ich drangeblieben.

Bei der Ernährung war es so, dass ich vor der TCM hauptsächlich Rohkost gegessen hatte und vegan unterwegs war. Es war eine totale Umstellung für mich mit den warmen Mahlzeiten. Das warme Frühstück war der erste Einstieg. Und da habe ich innerhalb von 14 Tagen bemerkt, dass es mir besser geht, wenn ich mich von warmen und gekochten Mahlzeiten ernähre. Auch vom Bauchgefühl her, das war sofort spürbar. Und so habe ich damit weitergemacht.

Ich habe früher viel Smoothies und täglich einen halben Liter Selleriesaft morgens auf nüchternen Magen getrunken – das habe ich alles wieder gestrichen. Ich habe die Ernährung konsequent umgestellt. In den ersten Monaten ging ich 2 Mal die Woche zur Akupunktur. Ich war total motiviert, weil sich total viel verändert hat. Ich habe innerhalb von 1 Monat an meiner Haut starke Verbesserungen gesehen. Die knallroten Pusteln sind zurückgegangen und daher bin ich dran geblieben. Jetzt bin ich mittlerweile schon über 1 Jahr dabei. Die chinesischen Kräuter wechseln immer wieder, je nachdem wie sich der Körper verändert, und die Ernährung verfolge ich weiterhin. Zur Akupunktur gehe ich jetzt in größeren Abständen, aber dennoch.

Anna:

Das heißt durch deinen Weg über die Schulmedizin bist du irgendwann an einer Wand gestanden. Du hast dich nicht verstanden gefühlt und warst verzweifelt und auch seelisch am Boden. Wie ist es dir damit gegangen? Wie ging es deinem Herz, deiner Seele, deinem Selbstvertrauen

Bianca:

Zu Beginn, als die Akne kam, wollte ich es noch verstecken. Ich wollte es noch nicht wahrhaben. Ich dachte, wenn ich den Fokus nicht auf die Verschlechterung des Hautbildes lege, dann geht es schneller wieder weg. Das war mein erster Ansatz, der nicht funktioniert hat.

Ich habe mich zu Beginn geschämt und versucht mich zu verstecken bis der Punkt kam, wo es nicht mehr ging. Ich bin weiterhin arbeiten gegangen. Es war keine Option mehr, es zu verstecken. Das hat natürlich viel Kraft gekostet, mit so einem Gesicht rauszugehen, mit den Öffis zu fahren, in Bus und Bim und überall angestarrt zu werden. Es ist hart, es macht schon etwas mit einem. Auch die Kommentare prägen, die Menschen loslassen, ohne darüber nachzudenken, was das bei einem anderen Menschen bewirkt. Damit war ich natürlich konfrontiert, aber ich habe versucht, das Beste daraus zu machen. Ich habe mir immer wieder vor Augen gehalten, dass es so viel Schlimmeres auf dieser Welt gibt, als Akne zu haben.

Während der ganzen Zeit mit der Schulmedizin, bin ich immer mehr in ein Loch gefallen, weil ich bemerkte, dass ich nicht weiterkomme und ständig nach neuen Wegen suchen musste. Das war eine sehr schwierige Zeit. Das Schlimmste war dann, nachdem ich der Schulmedizin den Rücken zugekehrt habe, und diese ganzen Medikamente abgesetzt habe, war ich auch mit meiner Haut am Tiefpunkt. Es war schlimmer, als an dem Tag, als ich das erste Mal zum Dermatologen gegangen bin. Es war für mich der absolute Tiefpunkt festzustellen, dass ich schlimmer aussehe als vorher und es niemanden mehr gibt, der mir helfen kann. Und trotzdem war ich so stur und zu stolz um nicht zur Schulmedizin zurückzugehen und nicht noch weitere Ärzte aufzusuchen. Für mich war dieses Kapitel abgeschlossen, weil ich wusste, dass es keine andere Möglichkeit mehr gibt.

Die Ernährung hat mir niemand empfohlen. Ich habe mich dann selbst umgesehen, wie ich mich unterstützen kann und das Problem und die Ursache irgendwie beheben kann, und nicht nur die Symptome. Man denkt jede Minute dran. Man schläft ein mit diesem Gedanken. Ich konnte auch auf den Gesichtsseiten gar nicht mehr schlafen, weil es so geschmerzt hat. Dann wacht man auf und der erste Weg führt ins Badezimmer, man sieht in den Spiegel und erkennt sich selbst nicht wieder. Das waren schon Phasen, die einen prägen.

Anna:

Ich habe dich ja schon im Vormonat als Mutmacherin vorgestellt und ich denke jeder, der heute zuhört, weiß auch warum ich dich so vorgestellt habe. Wer waren denn deine Mutmacher, in dieser schwierigen Zeit? Wo hast du dir diese Energie, dieses Selbstvertrauen, diesen Mut, diesen Biss dranzubleiben hergeholt. Wer waren die Menschen, die dich begleitet haben und unterstützt haben

Bianca:

Meine ganze Familie, mein Freund und auch meine engeren Arbeitskollegen wussten Bescheid. Für meinen Freund war es wohl auch ein Schock, denn wir haben uns anders kennengelernt. Nach 1 Jahr Beziehung habe ich entschieden, die Pille abzusetzen und dann kam die Akne. Aber er war ein Mensch, der immer zu mir gestanden ist, der mich bei der Hand genommen hat und mir viel Kraft gegeben hat. Er war die Person, bei der ich so sein konnte, wie ich bin. Das war ein wundervolles Gefühl.

Ich hatte schon ein Umfeld, das hinter mir gestanden ist. Mama, Schwester, Oma habe alle immer nach Lösungen für mich gesucht, was ich noch probieren könnte. Aber im Endeffekt konnte mir keine dieser Personen wirklich helfen oder mir sagen, was der richtige Weg ist. Da muss man dann alleine durch. Aber es ist natürlich gut zu wissen, dass man Freunde und Menschen um sich hat, die einen lieben, egal wie man aussieht. Das ist ein super Rückhalt.

Anna:

Und jetzt bist du diejenige, die anderen Mut macht. Beim ersten Foto auf Instagram hast du ja geschrieben, das ist dein Profil für dich, wo du die Geschichte verarbeiten möchtest. Das braucht schon Mut sich so im Internet zu zeigen, wo sich auch so viele verrückte Menschen herumtreiben. Das finde ich schon sehr cool! Dein Weg hat dich dann zur TCM geführt. Wie bist du genau zur TCM gekommen

Bianca:

Ich bin durch eine Empfehlung zur TCM gekommen. Meine Tante hatte eine Ferialpraktikantin, und die hatte mit Hautproblemen zu kämpfen und hat meiner Tante erzählt, dass ihr die TCM geholfen hat. Es war quasi ein Tipp von einer Person, die ich gar nicht kannte.

Anna:

Hast du dann begonnen für dich mal zu recherchieren und die Welt der TCM zu erforschen? Die ist ja am Anfang etwas kompliziert… Die Grundbasics versteht man sehr schnell, aber ich denke, wenn man ein konkretes Problem hat wird es umso schwieriger die richtige Lösung zu finden.

Bianca:

Ich bin ja zum Glück über eine Expertin gestolpert. Man hat bemerkt, sie weiß wovon sie spricht. Ich wusste nicht, wovon sie spricht, aber ich habe mich darauf eingelassen. Es hat begonnen mit vielen Fragen und Zungen- und Pulsdiagnostik. Das hat mich schon verwirrt, denn es war eine andere Welt für mich. Aber ich war so verzweifelt, dass ich nach jeder helfenden Hand gegriffen habe. Es ist zu Beginn wirklich verwirrend, all die TCM-Ausdrücke zu verstehen. Aber jetzt möchte ich mehr darüber erfahren und ich habe mich mehr eingelesen, weil ich bemerkt habe, dass es das einzige ist, das mir geholfen hat. Bei der ersten Nadel hat es höllisch weh getan, aber ich war bereit mich darauf einzulassen, und ich habe bemerkt, dass es so viel mehr gebracht hat für mich als der schulmedizinische Weg. Daher bleibe ich da auch dran!

Anna:

Ich finde das alles unglaublich mutig von dir und möchte dir im Namen aller betroffenen Frauen meine Wertschätzung aussprechen, dass du diesen Weg gehst, so offen deine Geschichte teilst, deine Erfahrungen sprichst – das ist etwas ganz besonders. Dankeschön dafür! Ich wünsche dir, dass du über dein Profil auf Instagram auch noch ganz viele andere Menschen mit deiner Geschichte erreichst du ihnen auch Mut machst. Was ist deine Routine, die du anwendest? Gibt es zum Beispiel auch Tipps für Hautpflege?

Bianca:

Hautpflege war natürlich auch ein Thema, gerade zu Beginn. Ich habe dann aber schnell bemerkt, dass es von innen kommen muss. Es ist egal, welche Creme ich abends draufgebe, ich werde morgens noch immer so aussehen wie am Vortag. Natürlich habe ich unzählige Reinigungstipps aus der Apotheke oder dem Reformhaus ausprobiert, selbst angemischt etc. Ich bin dann auf eine Expertin gestoßen, die auf Akne spezialisiert ist. Sie hat quasi meinen Badezimmerschrank geleert und mir drei Dinge gegeben, die wirklich wichtig sind. Eine milde Reinigung, eine Feuchtigkeitscreme und einen Sonnenschutz, damit die Aknemale durch die UV-Einstrahlung nicht noch dunkler werden und nicht noch länger bleiben. Diese drei Dinge würde ich jeden empfehlen. Sonst würde ich Abstand davon nehmen, zu Pflegeprodukten zu greifen.

Es steckt so viel Geld hinter dieser Pflegeindustrie. Ich habe viel ausprobiert, auch Naturkosmetik. Für mich hat es nicht funktioniert. Diese ätherischen Öle haben meine Haut weiter gereizt. Ich finde es auch ganz schlimm, wenn Frauen mir schreiben, ich soll ein Produkt ausprobieren, sie schicken es mir zu. Man ist verzweifelt und möchte alles ausprobieren – aber nichts hilft. Von sowas würde ich daher eher Abstand halten.

Es gibt ein paar Seiten, die ich empfehle, auf denen es tatsächlich um Inhaltsstoffe geht. Ich habe auf Produkte aus den USA gesetzt, die ich von dieser Spezialistin bekommen habe. Da handelte es sich wirklich Akne-Wirkstoffe, die gezielt erforscht worden sind und für Akne-Behandlungen zum Einsatz kamen. Es hat mir geholfen, aber ich bin noch immer der Meinung, es muss von innen kommen. Zur Unterstützung von außen reichen auch die drei Basics, die ich vorher genannt habe

Anna:

Was sind sonst die Fragen, mit denen die Frauen auf dich zukommen, wenn sie dich kontaktieren?

Bianca:

Das sind Fragen wie: Welche Art der Pille war es? Wie lange hast du sie genommen? Warum hast du sie abgesetzt? Was machst du jetzt?

Ich bemerke, dass ein großes Interesse da ist, weg von der Schulmedizin zu kommen. Aber der Zugang zur TCM fehlt noch vielen.

Auch fragen mich viele, wie ich es geschafft habe, so positiv damit umzugehen? Man merkt, dass viele Mädels, die Hautprobleme haben sich sehr schwer tun, sich zu lieben und zu akzeptieren mit ihrer Haut. Aber ich bin noch immer derselbe Mensch. Ich mag mich mehr als je zuvor, trotz dieser Haut. Das möchte ich auch vermitteln, dass man die Hoffnung nicht verlieren soll. Mir fällt es schwer zu beantworten, wie ich es geschafft habe weiterhin rauszugehen. Denn ich habe es einfach gemacht und mir nicht so viele Gedanken gemacht, was die anderen denken. Natürlich war es nicht immer einfach, mir wurden viele Blicke zugeworfen, die einen treffen. Mehr Selbstliebe ist wichtig – egal in welcher Haut man steckt. Wir sind alle gut so wie wir sind, und das hat nichts mit dem Hautbild zu tun

Anna:

Dankeschön, das ist sehr bereichernd für uns alle. Du bleibst ja weiter an deinem TCM-Weg. Nicht nur an der Ernährungsumstellung, sondern du hast auch schon einen ersten professionellen TCM-Kurs gemacht und mit einer Ausbildung begonnen. 

Bianca:

Ja, denn wenn man merkt, dass es das Einzige ist, was einen hilft, dann möchte man mehr darüber erfahren. Ich möchte auch gerne diese Fragen, die bei mir landen, künftig professioneller beantworten können und mehr Tipps geben können. Im Moment ist es noch immer meine Leidensgeschichte, aber ich darf noch keine Empfehlungen aussprechen, denn es ist keine Ausbildung dahinter, die mir das erlaubt. Daher bin ich da dran und möchte mich künftig noch mehr mit dem Thema auseinandersetzen. 

Anna:

Eine Frage noch zum Abschluss: Was ist es, was auf gar keinem Fall mehr auf deinem Teller landen darf und was könntest du jeden Tag essen?

Bianca:

Jeden Tag essen könnte ich Gerichte mit Kartoffeln. Dinkelgrieß ist mein Lieblingsfrühstück. Um Fertiggerichte mache ich einen riesen Bogen und Milchprodukte, besonders von Kuhmilch, verzichte ich komplett.

Anna:

Vielen Dank für dieses spannende Gespräch mit dir. Ich wünsche dir von ganzem Herzen auf diesem Weg das Allerbeste für dich. Und dass du auf deinem Profil @haut.gefluester vielen Frauen Mut und Kraft gibst!

 

So, wie Bianca in unserem Gespräch auch  betont hat: jede Haut ist anders. Jeder reagiert auf verschiedene Inhaltsstoffe, Öle, Naturprodukte oder Duftstoffe anders. Deshalb finde für dich die optimale Hautpflege.

Seit 2014 verwende ich ausschließlich Naturkosmetik und vertrage sie sehr gut. Hier findest du meine persönlichen Pflegeprodukte. Bitte beachte, dass jede Haut anders ist. Außerdem ist ein Umstieg auf Naturkosmetik oft eine Umgewöhnung für die Haut, die mit Entgiftungserscheinungen reagieren kann. Gib deiner Haut Zeit für die Umstellung, sei geduldig und probiere immer für dich ganz persönlich aus, ob eine Creme, ein Serum oder ein Pflegeprodukt sich für dich stimmt anspürt.

In dieser Liste findest du kein Shampoo oder Conditioner, weil ich hier noch selbst am Ausprobieren bin, welches Produkt für mich angenehm ist. Wenn ich eines finde, das ich gerne weiterempfehle, dann füge ich es in die Liste ein.

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Über die Autorin - Anna Reschreiter

Ich bin Anna Reschreiter, und ich zeige dir, welche unglaublich geniale Wirkung die einfachsten LEBENSmittel auf deine körperliche und geistige Gesundheit haben können - und wie du dieses Jahrtausende alte Wissen schlau für dich nutzen kannst. Einfach und alltagstauglich!

Ich bin Dipl. Ernährungsexpertin nach den 5 Elementen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), Dipl. Shiatsu Praktikerin, Bloggerin, Autorin, Podcasterin und Vortragende aus Leidenschaft.

Auf meiner Online Plattform www.annatsu.at ist es mir eine Herzensangelegenheit zu vermitteln, dass die TCM Ernährung einfach, alltagstauglich und für jeden anwendbar ist.

Meinen Blog lesen mittlerweile monatlich mehr als 40.000 Personen. Das kostbare Wissen um die TCM Ernährung vermittle ich nicht nur in meinen Blogartikeln, sondern auch in themenspezifischen eBooks, in Vorträgen und in Webinaren.

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Meine Leidenschaft gehört meiner Arbeit und der TCM, dem Experimentieren in der Küche, Essen und Genießen, Spaß am Sport und geistiger Bewegung. Mein Herz gehört meinem kleinen Sohn und meinem Mann, mit denen ich am Stadtrand von Wien wohne und das Leben genieße.

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